
Die hier aufgeführten Werte sind grobe Richtwerte und sollen eine Hilfe bei der Orientierung und Findung der optimalen Schnittgeschwindigkeit beim Schleifen und Polieren geben.

Die Schnittgeschwindigkeit ergibt sich aus der Spindeldrehzahl und dem Durchmesser der Antriebsscheibe.
Die Schnittgeschwindigkeit beim Schleifen bezeichnet die Geschwindigkeit, mit welcher sich ein Werkzeug bewegt. Beim Bandschleifen ist dies die Umlaufgeschwindigkeit des Schleifbandes.
Die Schnittgeschwindigkeit wird in aller Regel in der Einheit Meter pro Sekunde, d.h. m/s angegeben.
Die Bearbeitungszeit beim Zerspanen hängt maßgeblich von der Schnittgeschwindigkeit und der Vorschubgeschwindigkeit ab. Bei steigender Geschwindigkeit steigt die Temperatur an der Schneide entsprechend an, daher bedeutet eine Erhöhung der Schnittgeschwindigkeit immer auch einen erhöhten Werkzeugverschleiß und damit verbunden eine Verkürzung der Standzeit.
Die optimale Schnittgeschwindigkeit beim Schleifen hängt von dem zu bearbeitenden Werkstoff ab. Die optimale Bandgeschwindigkeit hängt vom Werkstoff, der Schleifbandkörnung und dem gewünschten Materialabtrag ab. Beim Schleifen von Edelstahl werden häufig höhere Schnittgeschwindigkeiten eingesetzt als bei Aluminium oder Titan.
Die Schnittgeschwindigkeit beeinflusst mehrere wichtige Prozessparameter beim Bandschleifen. Mit steigender Bandgeschwindigkeit erhöht sich der Materialabtrag, gleichzeitig steigen jedoch auch Temperatur und Verschleiß des Schleifbandes. Eine zu niedrige Schnittgeschwindigkeit führt dagegen zu geringem Materialabtrag und schlechter Oberflächenqualität. Daher ist eine optimale Abstimmung zwischen Bandgeschwindigkeit, Anpressdruck und Schleifbandkörnung entscheidend.
In industriellen Schleifprozessen liegen typische Schnittgeschwindigkeiten beim Bandschleifen zwischen etwa 15 und 35 m/s. Härtere Werkstoffe wie Titan oder Nickelbasislegierungen erfordern häufig reduzierte Bandgeschwindigkeiten, während beim Schleifen von Edelstahl höhere Werte möglich sind. Bei empfindlichen Werkstoffen wie Aluminium ist eine sorgfältige Anpassung der Prozessparameter notwendig, um Schmier- und Klebeeffekte zu vermeiden.